Eine Hochschule gründen? Warum?

 

Beginnen Sie nicht mit der Gründung – beginnen Sie mit einer ehrlichen Prüfung.

Eine private Hochschule zu gründen, gehört zu den anspruchsvollsten unternehmerischen Vorhaben überhaupt. Die meisten Projekte scheitern jedoch nicht am Kapital, nicht an einer Immobilie und auch nicht an noch fehlenden Studierenden.

Sie scheitern wesentlich früher: nämlich an der Vorstellung, eine Hochschule funktioniere wie ein Unternehmen.

Genau das tut sie nicht.

Eine Hochschule folgt eigenen wissenschaftlichen, rechtlichen und organisatorischen Regeln.

Sie besitzt akademische Freiheiten – und zugleich Grenzen, die sich weder durch Investitionen noch durch Gesellschafterbeschlüsse verschieben lassen.

Wer diese Regeln erst während des Genehmigungsverfahrens kennenlernt, hat häufig bereits erhebliche Zeit, Geld und Energie investiert – und rauft sich die Haare, wenn’s dann doch scheitern muss.

Deshalb beginne ich unser Gespräch nicht mit der Frage: „Wie gründen Sie eine Hochschule?“

 

Sondern mit einer wichtigeren Frage:

„Kann Ihr Vorhaben in der geplanten Form überhaupt dauerhaft Bestand haben?“

Warum ich anders arbeite

Ich verstehe mich nicht als klassischer Gründungsberater.

Meine Aufgabe besteht nicht darin, möglichst viele Hochschulen entstehen zu lassen.

Ich arbeite nicht wie andere dafür, dass ein Hochschulprojekt auf jeden Fall beginnt.

Ich arbeite nur dann dafür, wenn ich überzeugt bin, dass es auch Jahre später noch Bestand haben kann.

Das bedeutet manchmal, ein Konzept zu bestätigen. Manchmal bedeutet es aber auch, auf grundlegende Schwächen hinzuweisen oder von bestimmten Lösungen abzuraten.

Ich halte das nicht für unbequem, sondern für verantwortungsvoll.

Qualitätssicherung zu Beginn

Ihren Erfolg jetzt sicherstellen

Gemeinsam betrachten wir Ihr Vorhaben aus der Perspektive derjenigen, die später über seine Qualität entscheiden.

Nicht aus Sicht des Investors – nicht aus Sicht des Marketings – nicht aus Sicht eines Businessplans. Sondern aus Sicht wissenschaftlicher Qualität, akademischer Standards und passend zu all jenen Anforderungen, denen jede private Hochschule in Deutschland entsprechen muss.

Dabei geht es unter anderem um Fragen wie:

  • Ist Ihr Hochschulkonzept wissenschaftlich tragfähig?
  • Passt die vorgesehene Organisationsstruktur zu einer Hochschule?
  • Welche Rolle spielen Forschung und Professorenschaft?
  • Welche Freiräume besitzt ein privater Träger tatsächlich?
  • Welche Anforderungen ergeben sich aus Hochschulgesetz, Akkreditierung und den weiteren Instrumenten der Qualitätssicherung?
  • Welche Annahmen Ihres Projekts würden spätere Gutachter vermutlich kritisch hinterfragen, gar ablehnen?

Denn genau diese Fragen entscheiden letztlich über den Erfolg eines Hochschulprojekts.

Aus Erfahrungen lernen

Zukunftsplanung braucht erlebte Geschichte 

Meine Perspektive beruht nicht auf theoretischen Überlegungen.

Ich konnte selbst eine private Universität zur staatlichen Anerkennung bringen. Ich war über viele Jahre Professor, Studiengangsleiter und Akkreditierungsbeauftragter. Ich habe Studiengänge entwickelt, Genehmigungs- und Akkreditierungsverfahren maßgeblich vorbereitet und unzählige Gespräche mit Gutachtergruppen, Akkreditierungsagenturen und staatlichen Stellen geführt.

Ich kenne Hochschulen also aus nahezu allen Perspektiven, die für ihre Gründung und Entwicklung entscheidend sind – als Gründungsrektor, Hochschullehrer, Studiengangsleiter, Verantwortlicher für Akkreditierungen und als Mitglied einer Hochschulleitung.

Dabei habe ich Projekte stets bewusst mit den Augen späterer Gutachter betrachtet.

Diese Perspektive prägt meine Arbeit bis heute.

Das Scheitern vermeiden

Warum diese Haltung wichtig geworden ist

Mehr als einmal habe ich erlebt, wie wirtschaftliche Interessen mit wissenschaftlichen Anforderungen kollidierten.

Gerade in solchen Situationen entscheidet sich, ob eine Hochschule langfristig Bestand haben kann.

Meine Aufgabe sehe ich deshalb nicht darin, Erwartungen zu bestätigen, sondern Risiken frühzeitig sichtbar zu machen.

Nicht jede Idee lässt sich in eine genehmigungsfähige Hochschule verwandeln. Aber jedes ernsthafte Vorhaben verdient eine ehrliche und fachlich begründete Einschätzung.

Klare Kriterien

Für wen ich arbeite

Ich begleite ausschließlich Organisationen, die den Aufbau einer privaten Hochschule ernsthaft prüfen.

Dazu gehören insbesondere

  • Unternehmen,
  • Bildungsunternehmen,
  • Stiftungen,
  • internationale Hochschulen,
  • Investoren
  • und andere institutionelle Träger.

Ich arbeite nicht für Privatpersonen. Und ich begleite keine Projekte, deren Ergebnis bereits vor der fachlichen Prüfung feststehen soll.

Kritik mit Substanz

Was Sie von mir erwarten dürfen

Sie erhalten keine Verkaufspräsentation, keine Hochglanzvision und keine Bestätigung Ihres Vorhabens um jeden Preis.

Sie erhalten eine unabhängige fachliche Einschätzung.

Wenn ich Ihr Konzept für tragfähig halte, werde ich Ihnen das sagen.

Wenn ich grundlegende Risiken erkenne, werde ich Ihnen das ebenfalls sagen.

Beides gehört zu meiner Arbeit.

Die Referenz

Acht Monate nach dem Erstkontakt: genehmigt

Das Erstgespräch mit der zuständigen Senatsverwaltung war im Oktober 2007. Bereits im Juni 2008 erhielt die von mir vorbereitete Stenden University Berlin die staatliche Anerkennung als private Universität.

Mein Motto für unsere Arbeitsgruppe war schon damals: Verfasse jedes Dokument, jede Ordnung, jede Modulbeschreibung stets so, dass die Gutachter einverstanden sein können! Alles muss die Voraussetzungen zur Akkreditierung erfüllen

Die damalige Hochschulgründung – einschließlich ihres späteren Endes – habe ich dokumentiert. Gerade diese Geschichte zeigt, dass eine erfolgreiche Hochschulgründung weit mehr verlangt als die Erteilung einer staatlichen Genehmigung.

Unabhängig arbeitende Gutachter prüfen anhand von zeitlos angelegten Vorgaben. Die Verfahren dauern heute aufgrund der inzwischen notwendigen Konzeptprüfung des Wissenschaftsrats länger als damals. Die Kriterien gab es bereits, aber noch nicht den heutigen Prüfungsprozess. Wir hatten sie von vornherein angewendet – und der Antrag ging ohne Auflagen durch.

Einige Jahre später begleitete ich ein weiteres Gründungsvorhaben. Trotz intensiver Gespräche konnten sich die Beteiligten nicht auf die notwendigen Qualitätsanforderungen verständigen. Das Projekt wurde daher abgelehnt.

Ich weiß, warum Hochschulen scheitern können.

Klartext: Nachhaltigkeit

Eine Hochschule ist eine Gründung auf ewig

  • Es geht nicht um ein zeitlich befristetes Projekt, sondern um eine eigenständige Entität.
  • Sie muss wie gegründet weiterbestehen und sich weiterentwickeln können, auch wenn sich die unternehmerischen Ziele der „Betreiberin“ ändern.
  • Nur so kann sie Menschen und Generationen helfen, sich zu bilden und sich persönlich wie auch gesellschaftlich weiterzuentwickeln.

Nun wissen Sie, worauf es mir ankommt

Ich arbeite nicht dafür, dass ein jedes Hochschulprojekt beginnt.

Ich arbeite nur dann dafür, wenn ich überzeugt bin, dass es auch Jahre später noch Bestand haben kann.

Prof. Dr. Martin Gertler

Prof. Dr. Martin Gertler

Ihre Kontaktaufnahme

Eine kurze Kontaktaufnahme kann der erste Schritt sein.

Schreiben Sie mir gern mit klaren Angaben über Sie selbst und in fünf Zeilen etwas über Ihre Gründungsidee – auf diesem Wege.

Denn:

Ich helfe Ihnen mit eigenen Erfahrungen und bewährter Systematik, Ihr Hochschulprojekt realistisch einschätzen zu können.

 

Prof. Dr. Martin Gertler